Rennstall Wöhler

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Jozef Bojko

2. Stalljockey Rennstall Wöhler, Gütersloh

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Jozef Bojko mit Monsieur de Frappe in Halle. www.galoppfoto.de

Anschrift

Land: 
Deutschland
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DVR
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Rennstall Wöhler
Im Team von: 
Andreas Wöhler

Infos

Jozef Bojko im Porträt: "Mein Sohn findet meinen Beruf doof!"

Quelle: Turf-Times vom 16.02.2012

Der größte Erfolg in der Geschichte Jozef Bojkos: Der Derbysieg mit Waldpark. www.galoppfoto.deDer größte Erfolg in der Geschichte Jozef Bojkos: Der Derbysieg mit Waldpark. www.galoppfoto.deIn der neuen Serie "Porträts" stellt Turf-Times in ausführlichen Geschichten und einem Fragebogen die "Top Ten 2011" bei den Jockeys und Trainern vor. Dabei geht es nicht immer chronologisch zu: Jubiläen, Karriere-Bilanzen und persönliche Zeitfenster bestimmen den Rhythmus mit. Bisher erschienen sind bei den Jockeys: Filip Minarik | Alexander Pietsch | Kirsten Schmitt | bei den Trainern: Andreas Wöhler | Sascha Smrcek. Für den aktuellen Protagonisten, Jozef Bojko, war das Jahr 2011 das erfolgreichste der bisherigen Karriere. Geprägt durch den Derbysieg durch Waldpark, dazu der Sieg im Preis der Winterkönigin mit Monami .

von Karina Strübbe

Zufälle können das ganze Leben prägen, oft im entscheidenden Moment unbewusst, aber in der Rückschau umso deutlicher. Als er als Kind mit seinen Eltern aus der Innenstadt Bratislavas in ein Neubaugebiet am Standrand zog, war Jozef Bojko wohl kaum bewusst, dass sich dieses in dieser Art und Weise auf seinen Lebensweg auswirken würde. Das Siedlungsgebiet war unweit der Rennbahn, nur 150 Meter entfernt. Für Jozef Bojko, dessen Familie mit Pferden vorher nichts zu tun hatte, offenbar ein entscheidender Moment, denn die Rennbahn übte große Faszination aus: „Als Kinder haben wir da gespielt und Pferderennen gesehen. Ich wollte das sofort machen.“ So kam Jozef Bojko relativ leicht zum Ponyreiten, denn in der Slowakei gab es viele Angebote für Kinder, erzählt Jozef Bojko: „Ich bin da einfach hingegangen und der Staat hat damals alles unterstützt, also die Kommunisten haben viel für die Kinder gemacht. Und da gab es den staatlichen Ponyclub, wo es etwa 20 bis 25 Ponys und zwei Trainer für die Kinder gab. Und da durften wir reiten. Wir haben Ponyrennen gemacht und danach habe ich mich dann entschlossen, das weiter zu machen.“

15 Jahre lang war Jozef Bojko Jockey bei Hubertus Fanelsa, der gratulierte  nach dem Derbysieg mit Waldpark als einer der ersten - sichtlich gerührt. www.galoppfoto.de: undefined15 Jahre lang war Jozef Bojko Jockey bei Hubertus Fanelsa, der gratulierte nach dem Derbysieg mit Waldpark als einer der ersten - sichtlich gerührt. www.galoppfoto.de: undefinedDie Ausbildung machte Jozef Bojko noch in der Slowakei, bevor es 1990 nach Deutschland ging. Zunächst in Berlin und Gotha, ging es anschließend nach Bremen zu Hubertus Fanelsa – eine Verbindung, die 15 Jahre Bestand hatte. „Man macht viele Entwicklungen durch, bei jedem Trainer. Bei Hubertus Fanelsa waren es schöne Jahre, aber er hat nie die Pferde gehabt, was jetzt bei Andreas Wöhler natürlich viel besser ist.“

Jozef Bojko mit Freundin Annett Keller und den gemeinsamen Kindern Ruby Luise (links) und Lewin Bobby: "Irgendwann wird auch noch geheiratet!" www.galoppfoto.deJozef Bojko mit Freundin Annett Keller und den gemeinsamen Kindern Ruby Luise (links) und Lewin Bobby: "Irgendwann wird auch noch geheiratet!" www.galoppfoto.deJozef Bojko aus der Sicht eines (befreundeten) Karrikaturisten: Zeichnung Miro CartoonsJozef Bojko aus der Sicht eines (befreundeten) Karrikaturisten: Zeichnung Miro Cartoons„Mein Sohn Bobby Lewin wird bestimmt kein Jockey. Der sagt schon jetzt ,Papa, du hast einen ganz doofen Beruf.‘ Dass der Jockeyberuf einige Entbehrungen mit sich bringt, ist klar. Doch ganz so schlecht, wie der Beruf des Vaters beim Nachwuchs ankommt, ist es sicherlich nicht immer. Denn gerade 2011 war ein gutes Jahr für Jozef Bojko, die Siege mit  Monami in der  Winterkönigin und vor allem natürlich der  Derbysieg mit  Waldpark. Dieser Sieg markierte gleichzeitig natürlich den größten Erfolg seiner Karriere: „Ich habe mir schon gute Chancen ausgerechnet. Es wäre natürlich falsch zu sagen, ich hätte mit dem Sieg gerechnet. Mit dem Sieg in einem solchen Rennen rechnet man nie, aber ich habe mir vor dem Rennen gedacht, dass Platz eins bis sechs drin sein müsste.“ Nach einem solchen Erfolg wie einem Sieg im Derby, wovon wohl jeder Jockey träumt, bleiben auch nicht mehr viele Wünsche offen, welche Rennen man gern gewinnen oder welche Pferde reiten möchte. Man hat immer so Pferde, die man gerne mal reiten würde. Wenn es zum Beispiel in einer Saison ein besonderes Pferd gibt, wo man denkt ,Wow, den würde ich auch gern mal reiten.‘ Aber da gibt’s viele, das nicht ein bestimmtes. Aber schließlich habe ich die besten Pferde letztes Jahr selbst geritten.“

Der zweite große Treffer für Jozef Bojko in 2011: mit Monami im  Preis der Winterkoenigin. www.galoppfoto.deDer zweite große Treffer für Jozef Bojko in 2011: mit Monami im Preis der Winterkoenigin. www.galoppfoto.de

Wünsche sind da kaum noch offen. „In Gütersloh bleiben zu können, gesund bleiben und dass die Frau es mit mir aushält“, sind da die recht bescheidenen Ziele für das noch junge Jahr 2012. Gut begonnen hat das Jahr für Jozef Bojko jedenfalls schon einmal. Vier Siege stehen bereits auf der Haben-Seite und das, obwohl Jozef Bojko nun erst einmal Urlaub macht, bevor es dann richtig losgeht mit der neuen Saison.

Jozef Bojko mit Monsieur de Frappe in Halle/Saale. www.galoppfoto.Jozef Bojko mit Monsieur de Frappe in Halle/Saale. www.galoppfoto.Der Fragebogen mit Jozef Bojko
Geboren:27.03.1971
Jockey seit:„Ich bin in den 80ern angefangen, Jockey bin ich ungefähr seit 1990.“
Stall:

2. Stalljockey bei Andreas Wöhler

Ausbildung (zum/von wann bis wann/bei wem):„Ich habe in der Slowakei angefangen. In Prag habe ich auch die Ausbildung gemacht und zwar in einer speziellen Jockeyschule. Die gibt es übrigens auch heute noch.“

Was ist Ihr niedrigstes Reitgewicht und was müssen Sie dafür tun?

„Im Sommer reite ich 51,5 Kilo. Was man dafür tun muss, ist unterschiedlich. Man muss für 54 Kilo im Winter genauso viel tun wie für 51,5 Kilo im Sommer.“
1. Sieg als Jockey:„Das war 1986 in Prag mit London.“
Anzahl Siege:894 (Stand: 06.02.2012)

Was war Ihr bester Ritt?

„ Altano in Mailand war mein bester Ritt, würde ich sagen.“

Größte Erfolge als Jockey:

„Das war natürlich mit Waldpark im  Derby. Ich habe mir schon gute Chancen ausgerechnet. Es wäre natürlich falsch zu sagen, ich hätte mit dem Sieg gerechnet. Mit dem Sieg in einem solchen Rennen rechnet man nie, aber ich habe mir vor dem Rennen gedacht, dass Platz eins bis sechs drin sein müsste. Insgesamt habe ich meine größten Erfolge in den letzten fünf Jahren bei Andreas Wöhler gefeiert.“

Der Derbysieger 2011 - Gestüt Ravensbergs Waldpark mit Jozef Bojko im Sattel und Trainer Andreas Wöhler am Zügel. www.galoppfotoDer Derbysieger 2011 - Gestüt Ravensbergs Waldpark mit Jozef Bojko im Sattel und Trainer Andreas Wöhler am Zügel. www.galoppfoto

Nach Stalljockeyrechnung hatten sie ja theoretisch „nur“ das zweitbeste Pferd, rechnet man dann mit so was?

„Das kann man so nicht sagen. Wir haben in größeren Rennen meist mehrere Pferde und der Stalljockey kann sich nicht zweiteilen kann. Er muss sich ein Pferd entscheiden, wobei die Entscheidung nicht immer richtig sein muss. Von daher würde ich sagen sind die Chancen 50-50.“

Was war Ihr schönster Sieg?

„Da gibt es viele, bei denen man sich besonders freut, das können auch Ausgleich IV-Pferde sein, wo man sagt, das war ein super Ritt. Andererseits gibt es auch viele Ritte, wofür man sich hinterher schämt. Wo ich mich besonders gefreut habe über einen gelungen Ritt war zum Beispiel letztes Jahr mit  Sprite Rock in Krefeld, das war so ein Rennen, das mir richtig Spaß gemacht hat. Sehr geschämt habe ich mich für den Ritt auf Ever Strong in München im Auktionsrennen. Das war ein Rennen, wo ich mich hinterher am liebsten versteckt hätte.“

Stationen in Deutschland

Jozef Bojko noch am Anfang der Jockey-Karriere in Deutschland: 1993 gewinnt er mit  Black Jack Silver den BMW Sachsenpreis. Links der damalige Praesident Christoph Winkler.  www.galoppfoto.deJozef Bojko noch am Anfang der Jockey-Karriere in Deutschland: 1993 gewinnt er mit Black Jack Silver den BMW Sachsenpreis. Links der damalige Praesident Christoph Winkler. www.galoppfoto.de„In Deutschland habe ich bei  Wilfried Schütz in Berlin angefangen. Da war ich ein Jahr lang. Danach bin ich zu Freddy Boswell nach Gotha gegangen, auch ein Jahr. Anschließend war ich noch einmal ein halbes Jahr in Berlin bei  Martin Rölke und dann zehn Jahre in Bremen bei Hubertus Fanelsa. Das waren schöne Jahre.“

Warum sind Sie gerade nach Deutschland gegangen?„Hier war Rennsport groß geschrieben, hatte mehr Bedeutung. Und 1990 bin ich dann rübergekommen.“

Wer hat Sie im Rennsport gefördert? Herr Fanelsa vielleicht?

„Man macht viele Entwicklungen durch, bei jedem Trainer. Bei Hubertus Fanelsa waren es schöne Jahre, aber er hat nie DIE Pferde gehabt, was jetzt bei Andreas Wöhler natürlich viel besser ist.

Haben Sie ein Lieblingspferd? Welches und warum?

Jozef Bojko auf seinem Liebling Russian Tango im Führring wenige Minuten vor dem Derby 2010. Foto Karina StrübbeJozef Bojko auf seinem Liebling Russian Tango im Führring wenige Minuten vor dem Derby 2010. Foto Karina Strübbe„Mein absolutes Lieblingspferd war  Neon Light und jetzt ist es  Russian Tango. Das sind Pferde, auf die ich stehe. Warum kann ich nicht sagen, ich mag. Ich mag Waldpark, weil ich den natürlich mit dem Derby verbinde, aber auch Neon Light mochte ich schon von Vornherein.“

Worin liegt für Sie der Reiz Ihres Berufes?

„Das Arbeiten mit Pferden generell und das Rennen reiten natürlich besonders.“

Welche ist Ihre Lieblingsbahn und warum?„Hamburg macht schon Spaß. Warum kann ich gar nicht sagen, aber es ist schon Hamburg.“
Was gefällt Ihnen gut am deutschen Rennsport?„Dass es nicht schlechter wird.“
Was wünschen Sie sich besser im deutschen Galopprennsport?„Ich würde mir wünschen, dass mehr Geld eingesetzt wird, gerade bei Wetten, was man dann an den Umsätzen sehen würde. Das würde uns allen helfen.“

Was ist Ihr Lieblingsessen?

„Kit Kat und Red Bull.“
Können Sie das oft essen?„Jeden Tag einmal.“
Reiten Sie durch?„Nein, ich mache noch Urlaub.“
Wo geht es hin?

„Ich weiß noch nicht, erst einmal ein bisschen zu Hause ausschlafen, das ist wichtig.“

Wie sieht ein typischer Tag aus?„Aufstehen, arbeiten. Montagnachmittags ist immer Erholung angesagt. Einen speziellen freien Tag gibt es nicht.“
Was sind Ihre Ziele/Wünsche für 2012?„In Gütersloh bleiben zu können, gesund bleiben, dass die Frau es mit mir aushält.“
Haben Sie und Annet Keller eigentlich mittlerweile geheiratet? Nach dem Derbysieg haben Sie ja davon gesprochen.„Wir haben das Geld für Urlaub ausgegeben. Aber heiraten wollen wir noch, irgendwann.“
Haben Sie nicht pferdische Hobbys?„Wenn ich Zeit hab, spiele ich gern Computerspiele.“
Haben Sie einen Aberglauben?„Nein, habe ich nicht.“
Nach der Karriere?„Ich denke nicht gern darüber nach, es macht mir ein bisschen Angst. Ich weiß es nicht, keine Ahnung.“
Wie motiviert man sich für Ihren Beruf, wenn man im Februar bei 1 Grad und eisigem Regen in der Morgenarbeit reiten muss?„Augen zu und durch. Bei schönem Wetter macht es natürlich mehr Spaß, aber das hat man eben nicht immer, man gewöhnt sich dran.“
Rennsport in der Slowakei„Der Rennsport ist sehr klein, aber er hat mehr Öffentlichkeit als hier in Deutschland, ist anerkannter. Die Gewinner der Rennen kommen zum Beispiel jeden Montag im Fernsehen, das ist schon anders. Die Trainer und die Reiter sind bekannter.“
Merkt man das am Besuch auf der Bahn?„Naja, in der Slowakei ist ähnlich wie in Deutschland alles schwieriger geworden und das Interesse generell gesunken.“
Steckt der dortige Rennsport auch in der Krise?„Ja, das sieht überall nicht gut aus, ob das Slowakei ist, Österreich, Ungarn oder Spanien, überall ist es schwieriger geworden.“
Wenn die Kinder mal selbst Jockey werden wollen?„Mein Sohn Bobby Lewin, jetzt fast 6, wird bestimmt kein Jockey. Der sagt schon jetzt „Papa, du hast einen ganz doofen Beruf.“ Und meine Tochter Ruby  (4) will wohl reiten, glaube ich, aber nicht Rennen. Aber wenn sie wollen, dürfen sie das natürlich machen.“

Jozef Bojko - 2. Stalljockey im Rennstall Wöhler

Quelle: www.rennstall-woehler.de

Jozef Bojko mit Nachwuchs: Tochter Louise und Sohn Lewin Bobby auf der Dresdener Rennbahn 2008. Foto: www.galoppfoto.deJozef Bojko mit Nachwuchs: Tochter Louise und Sohn Lewin Bobby auf der Dresdener Rennbahn 2008. Foto: www.galoppfoto.deJozef Bojko

Couragierter Reiter aus der Slowakei.
Unkompliziert, beherzt, erfahren, endkampfstark,
2008 schwerer Sturz in Hamburg, erfolgreiches Comeback 2009.

Freier Mitarbeiter, seit 2006 im Team vom Rennstall Wöhler, gebürtiger Tscheche, seit 1993 in Deutschland aktiv, beste Platzierung in der Championatswertung 2001 als 2.

Bojko Jozef ist in festen Händen, hat zwei kleine Kinder, läuft jeden Tag und gilt als sehr belastbar. Im Team wurde er „Veganer-Joe“ getauft, weil er kein Fleisch mag, eigentlich überhaupt kein Essen. Seinen größen Erfolge feierte er mit  Waldpark im  Deutschen Derby 2011.

Die größten Erfolge:

2011

  •  Waldpark (Gestüt Ravensberg)  IDEE 142. Deutsches Derby, Gr. I, T:  A. Wöhler
  •  Monami (Gestüt Etzean) Preis der Winterkönigin, Gr. III, T: A. Wöhler

2010

  • Tech Exceed (Gestüt Wittekindshof), 18. Oaks, LR, T: A. Wöhler
  • Russian Tango (Rennstall Darboven), 3. 141. Deutsches Derby, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Govinda (Dr. Chr. Berglar), BBAG-Auktionsrennen, T: A. Wöhler

2009 

  • Neon Light (Stall Titan), Preis der Winterkönigin, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Toughness Danon (Stall D'Angelo), Fürstenberg-Rennen, Gr. III, T: A. Wöhler

2008

  • Picobella (Dr. J. Buhmann u. Frau v. Lenthe), 1. 60. Jarni Cena Klisen Porcela Plus, T.: A. Wöhler
  • Rushing Dancer (Stall Weissenstein) GB American Airlines St. Moritz, LR, T.: A. Wöhler

2007

  • Grantley (Stall Splitt), Preis der Neusser Industrie und Wirtschaft - 12. Deutsches Sandbahn Classic, T.: H. Hesse
  • Ryan (MPL Racing/Slowakei), 2. Premio St. Leger Italiano Listenrennen, T.: J.Hanacek/Slowakei
  • Praia (Gestüt Fährhof, 2. Grosser Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf, LR, T: A. Wöhler
  • König Turf (Stall Route 66), 2. ICT-Eslam-Cup Hannover, Gr. II, T.: Chr. Sprengel
  • Waldvogel (Gestüt Ravensberg), 1. swb Derby-Trial Bremen, LR, T.: A. Wöhler

2006

  • Golden Rose (Stall Berutuh), 2. Hessen-Pokal Gr. III, T: H. Hesse
  • Sacho (Stall Zorbas), 1. Cena Ministerstva podohospodarstva Bratislava, LR, T.: W. Kujath

2005

  • Aurea (Stall Blanchelande), 2. Preis der DEW21 - BBAG Auktionsrennen Dortmund,T: A. Trybuhl

2004

  • Miss Lips (Stall Sonnenschein), 1. Buchmacher Michael Sieberts Preis, Neusser Auktionsrennen der Sandbahnspezialisten, LR, T.: P. Hirschberger
  • At Once (Frau A.-C. Bresges), 1. Europa-Sprint Listenrennen Köln, T.: E. Mäder
  • Summernight Love (Stall Oberlausitz), 1. Grosser betandwin-Preis, T.: M. Sowa
  • Red Pearl (Frau Cl. Post-Schultzke), 1. TV.Berlin - Brandenburger Stutenmeile, LR, T.: H. Fanelsa

2003

  • Avenir Rubra (G. Meyer zu Reckendorf), 1. Preis des Casino Baden-Baden, LR, 1. Fährhofer Stutenpreis, LR, T.: E. Mäder
  • Dark Marble (Stall BHL), 1. Hasseröder Sprint-Cup, LR, T.: H. Fanelsa

2002

  • Near Honor (Stall Rennaissance), 2. Flughafen Frankfurt-Trophy, Gr. III, 2. Preis der Deutschen Einheit, Gr. III, 1. BMW Sachsenpreis, LR, T: T. Gibson

2001

  • Lam Shuffle (O.K. Rudolph), Neue Bult Sprint-Auktionsrennen, LR, T: H. Rudolph
  • Near Honor (Stall Rennaissance), 3. BMW 132. Deutsches Derby, Gr. I, T: T. Gibson
  • Arc Royal (Frau B. Stenzel), 1. Preis des Vorstands des Krefelder Rennclub 1997, LR, T.: Chr. Sprengel
  • Denaro (Stall Jenny), 1. 51. Orakel der Dreijährigen, LR, T. Chr. v. d. Recke

2000

  • Indurain (Stall Nercee), 1. Kölner Steherpreis, LR, 1. Ceske Derby spolecnosti Lease Plan Prag, LR, T.: H.: Fanelsa
  • Hillary (Stall Bergblick), 1. 10. Hoppegartener Auktionsrenn, LR, T.: W. Kujath

1999

  • Arc Royal (Frau B. Stenzel), 1. Badener Jugend-Preis, T.: Chr. Sprengel
  • Chico Charly (A. C. Herrmann), 1. Grosser Preis des Landbuch-Verlages Hannover, LR, T.: M. Kessler

Von

Datum Titel
20.05.2012 Baden-Baden, 4. R., Badener Roulette Preis - SILBERHANDICAP - Wettchance des Jahres, Kat.D/Agl. III, 2.000 m
Volturno Aesculap (GER) 2009, 9. Platz
Besitzer: Gestüt Aesculap , Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Elfi Schnakenberg
20.05.2012 Baden-Baden, 5. R., Mercedes-Benz-Sprintpreis, Listenrennen, 1.200 m
Matchday (GB) 2009, 8. Platz
Besitzer: Stall Greco, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Erika Mäder
20.05.2012 Baden-Baden, 6. R., Grosser Preis der Badischen Unternehmer - Rennen mit der Superdreierwette, Gruppe II, 2.200 m
King's Hall (GB) 2008, 7. Platz
Besitzer: Stall Route 66, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Braucht ein flott gelaufenes Rennen, gefällt daheim sehr gut.
Nachschau Trainer: Lief in dieser Klasse nicht mal so schlecht.
20.05.2012 Baden-Baden, 7. R., United Charity Preis - SILBERHANDICAP, Kat. E/Agl. IV, 1.800 m
Dangus (GER) 2003, 4. Platz, Gewinn: 600 €
Besitzer: Stall Greitis, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Günter Lentz
20.05.2012 Baden-Baden, 8. R., Heinz Jentzsch Gedächtnisrennen - SILBERHANDICAP, Kat. B/Agl. I, 1.800 m
Mi Senor (GER) 2008, 3. Platz, Gewinn: 2.000 €
Besitzer: Rennstall Darboven , Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Der Trainer sagt, besser kann er nicht auf dem Posten sein. Das schauen wir uns an.
Nachschau Trainer: Der Senor hat das mit Höchstgewicht sehr gut gemacht.
20.05.2012 Baden-Baden, 9. R., Sport-Welt-Trophy - SILBERHANDICAP - Rennen mit Viererwette, Kat. F/Agl. IV, 1.400 m
Pythonga (GER) 2003, 11. Platz
Besitzer: Stall Greitis, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Günter Lentz
19.05.2012 Baden-Baden, 2. R., das neue welle Auftaktrennen, Kat. D, 1.600 m
Good Prince (GER) 2009, 7. Platz
Besitzer: Stephan Ahrens u. a., Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Elfi Schnakenberg
19.05.2012 Baden-Baden, 3. R., German Racing - Next Generation Cup, Kat. E, 2.000 m
Hoseo (GER) 2008, 6. Platz
Besitzer: Roswitha Sturm, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Erika Mäder
19.05.2012 Baden-Baden, 6. R., Preis des Parkwache Fuchs GmbH - SILBERHANDICAP - Wettchance des Tages, Kat. F/Agl. IV, 2.000 m
Schattentänzer (H) (GER) 2007, 1. Platz, Gewinn: 3.400 €
Besitzer: Christoph Hüner, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Elfi Schnakenberg
19.05.2012 Baden-Baden, 7. R., Danedream Iffezheimer Diana-Trial - Rennen mit der Superdreierwette, Listenrennen, 1.800 m
Swinging Lonely (GER) 2009, 9. Platz
Besitzer: Stall Helena , Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Gleich ein großer Sprung beim zweiten Lebensstart aber wir probieren es.
Nachschau Trainer: Die Stute hatte kurz einen guten Moment, musste aber dann abreissen lassen.
19.05.2012 Baden-Baden, 8. R., Rennbahn Iffezheim - Ihre Event Location Cup - SILBERHANDICAP, Kat. C/Agl. II, 1.400 m
Giant Step (GER) 2005, 3. Platz, Gewinn: 1.200 €
Besitzer: Stephan Ahrens u. a., Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Elfi Schnakenberg
19.05.2012 Baden-Baden, 9. R., Flemington Trophy - SILBERHANDICAP - Rennen mit Viererwette, Kat. F/Agl. IV, 1.600 m
Lulea (GER) 2003, 3. Platz, Gewinn: 600 €
Besitzer: Christa Jansen, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Wilfried Kujath
17.05.2012 Baden-Baden, 2. R., das neue welle Auftaktrennen, Kat. D, 1.400 m
Blumenmaedchen (GB) 2009, 1. Platz, Gewinn: 3.550 €
Besitzer: Stall Juka, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Uwe Stoltefuß
17.05.2012 Baden-Baden, 3. R., Baden Racing Kids' Club Rennen - SILBERHANDICAP, Kat.D/Agl. III, 2.400 m
Fleetwood (GER) 2008, 6. Platz, Gewinn: 300 €
Besitzer: Kato Stables, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Uwe Stech
17.05.2012 Baden-Baden, 5. R., Eurojackpot-Preis - SILBERHANDICAP - Wettchance des Tages, Kat.D/Agl. III, 1.400 m
Royal Salsa (GER) 2004, 14. Platz
Besitzer: Stall KT, Jockey: Jozef Bojko, Trainer: Uwe Stoltefuß
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Siehe auch

Gestüt Ravensbergs Waldpark gewinnt das Derby (TT-Artikel)

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Eduardo Pedroza

1. Stalljockey im Rennstall Wöhler

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Eduardo Pedroza mit Novellist im Frühjahr 2012 in Ravensberg. www.rennstall-woehler.de

Anschrift

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Gütersloh
Land: 
Deutschland
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Eduardo Pedroza
Im Team von: 
Andreas Wöhler

Infos

Jockey Eduardo Pedroza im Porträt. www.galoppfoto.deJockey Eduardo Pedroza im Porträt. www.galoppfoto.deEduardo Pedroza - 1. Stalljockey im Rennstall Wöhler

Seit 2003, im Team seit 1996.
Champion 2010 mit 94 Siegen, Champion 2009 mit 96 Siegen, Champion 2008 mit 90 Siegen, Champion 2007 mit 115 Siegen, Gesamtsiege: über 930

Seit 1995 reitet der gebürtige Panamese in Deutschland, seinen ersten Sieger steuerte er am 05.11.1995 in Bremen in einem Ausgleich IV in Bremen ins Ziel: Celestial Knight unter Order von Stefan Wegner. 2002 tauchte er erstmal unter den TopTen der Rennreiter als 7. mit 71 Siegen auf, drei Jahre später war er 3, dann 2., die letzten vier Jahre Champion. Seinen Spitznamen „schwarze Kobra“ liebt er nicht besonders, dafür bescheinigen ihm Kenner „ein feines Händchen“. Bei den Kollegen gilt er als sehr sozial und ist überaus beliebt.

Seinen größten Erfolg feierte er 2004 mit Paolini im Dubai Duty Free, Gr. I. Ein weiterer Gr. I-Treffer gelang ihm 2003 mit Gestüt Fährhofs Sabiango im WestLB-Deutschland-Preis. Weitere große Erfolge sicherte er sich mit Mi Emma, Simonas, Shrek u.a., besonders bei den großen Auktionsrennen in Baden-Baden ist Eduardo Pedroza in den letzten Jahren immer in den Siegerlisten zu finden.

2011

  • Russian Tango (Rennstall Darboven) 21. Westminster Preis der Deutschen Einheit, Gr. III, T: A.Wöhler
  • Earl of Tinsdal (Sunrace Stables) Rheinland Pokal, Gr. I, T: Wöhler
  • Ever Strong (M. Sohl) Hapag Lloyd-Kreuzfahrten-Rennen (BBAG-Meiler-Auktionsrennen) T: A. Wöhler
  • Earl of Tinsdal (Sunrace Stables) 2. im IDEE 142. Deutsches Derby, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Russian Tango (Rennstall Darboven) 2. im Grosser Preis der Badischen Unternehmer, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Indomito (Stall 5-Stars) bwin Sachsen Preis, LR, T: A. Wöhler
  • Earl of Tinsdal (Sunrace Stables) Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler, Gr. III, T:A. Wöhler
  • Rolling Home (Green Forest Stable) Guebelin 72. Grosser Preis von St. Moritz, LR, T: A. Wöhler

 

2010

  • Russian Tango (Rennstall Darboven) 20. Westminster Preis der Deutschen Einheit, Gr. III, T: A.Wöhler
  • Nice Danon (Stall D'Angelo), 137. Zukunfts-Rennen, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Brusco (Stall R & B), Sparda-Bank-Trophy, LR, T: A. Wöhler
  • Govinda (Dr. Chr. Berglar), Grosser Preis der Jungheinrich Gabelstapler, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Tech Exceed (Gestüt Wittekindshof), Premio Mario Incisa Della Rocchetta, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Querari (Stiftung Gestüt Fährhof), Premio Presidente Repubblica, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Scalo (Gestüt Ittlingen), Frühjahrspreis des Bankhauses Metzler, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Rolling Home (Greenforest Stable), Gübelin - 71. Großer Preis von St. Moritz, T: A. Wöhler

 

2009

  • Mambo Light (Stall R & B), Großer Fährhof Preis, LR, T: A. Wöhler
  • Reine heureuse (Gestüt Auenquelle), Lando - Trophy, LR, T: U. Ostmann
  • Win for Sure (Stiftung Gestüt Fährhof), 2. Premio Vittorio di Capua, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Mambo Light (Stall R & B), Grosser Preis des Hannover Airport, LR, T: A. Wöhler
  • Sarabia (Stiftung Gestüt Fährhof), Grosser Sparkassenpreis, LR, T: A. Wöhler
  • Toughness Danon (Stall D'Angelo), 3. IDEE 140. Deutsches Derby, Gr. I, T: A. Wöhler

 

2008

  • Ordinata (Fr. S. Missmahl), Grosser Preis Jungheinrich Gabelstapler, LR, T: I. Ferentschak
  • It's Gino (Stall 5 Stars), 3. 136. Grosser Mercedes-Benz Preis von Baden, Gr. I, T: P.Vovcenko
  • Peace Royale (Filly Syndicat), Preis der Spielbank Hamburg, Gr. III, T: A. Wöhler

 

2007

  • Peace Royale (Filly Syndicat), 134. Maurice Lacroix-Trophy, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Santiago Atitlan (Stiftung Gestüt Fährhof), 2. 137. Goldene Peitsche, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Manipura (Stall Dagobert), BBAG Auktionsrennen, T: A. Wöhler
  • Carmond (Stall Amboss), Slovenske Derby, T: A. Wöhler
  • Mi Emma (Rennstall Darboven), 2. Coronation Stakes, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Shrek (C. Ostermann-Richter), 2. Derby Italiano, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Shrek (C. Ostermann-Richter), Frühjahrspreis des Bankhaus Metzler, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Mi Emma (Rennstall Darboven), 87. German 1000 Guineas, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Saddex (Stall Avena), 72. Gerling-Preis, Gr. II, T: A. Wöhler

 

2006

  • Lucidor (Stall Capricorn), Grosser Preis der Freien Hansestadt Bremen, Gr. III, T: E. Mäder
  • Simonas (Gary A. Tanaka), Heel - Baden-Württemberg-Trophy, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Saddex (Stall Avena), 3. 134. Grosser Volkswagen Preis von Baden, Gr. I, T: P. Rau
  • Quelle Amore (Stiftung Gestüt Fährhof), Schwarzgold-Rennen, Gr. II, T: A. Wöhler
  • All Spirit (Stall Löwenherz), 71. Gerling-Preis, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Almerita (Dr. Chr. Berglar), 2. 86. German 1000 Guineas, Gr. II, T: W. Hickst


2005

  • Lyonels Glory (Newsells Park Stud), Prix Tantieme, LR, T: A. Wöhler
  • Naxon (Stall Montreal), BBAG-Auktionsrennen, T: W. Baltromei
  • Simonas (Gary A. Tanaka), 2. Preis v. Europa, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Neila (Stall Blanchelande), Ferdinand Leisten-Memorial BBAG Auktionsrennen, T: W. Hickst
  • Simonas (Gary A. Tanaka), 3. Deutschland Preis, Gr. I, T: A. Wöhler
  • Seraphine (P. Vischer), Premio FIA European Breeder Found, LR, T: A. Wöhler
  • Peaceful Love (Turf Syndikat 2003), Fährhof Stutenpreis, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Simonas (Gary A. Tanaka), 109. IDEE Hansa-Preis, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Simonas (Gary A. Tanaka), 2. 70. Gerling-Preis, Gr. II, T: A. Wöhler    

 

2004

  • Dayano (Gestüt Fährhof), 2. Derby Italiano, Gr. I, T.: A. Wöhler
  • Simonas (Turf Syndikat 2001), 1. Premio Carlo d`Alessio, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Paolini (Carde Ostermann-Richter, 1. Dubai Duty Free, Gr. I, T.: A. Wöhler
  • 2004:
  • Dayano (Gestüt Fährhof), 2. Derby Italiano, Gr. I, T.: A. Wöhler
  • Simonas (Turf Syndikat 2001), 1. Premio Carlo d`Alessio, Gr. II, T: A. Wöhler
  • Paolini (Carde Ostermann-Richter, 1. Dubai Duty Free, Gr. I, T.: A. Wöhler


2003

  • Royal Fantasy (Stall Nizza), 1. Grosser Preis der Stadt Frankfurt - Frankfurt Trophy, Gr. III, T: H. Steinmetz
  • Terre de L`homme (Stall Nico), 1. Volkswagen-Preis der Deutschen Einheit, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Fair Dream (Stall Anima negra GmbH & Co.KG), 1. Ferdinand Leisten-Memorial - Auktionsrennen, T: A. Wöhler
  • Diamante (Gestüt Fährhof), 1. 48. Preis der Sparkassen-Finanzgruppe, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Sabiango (Gestüt Fährhof), 1. WestLB-Deutschland-Preis, Gr. I, T.: A. Wöhler
  • Ingolf (Frau M. Sohl), 1. 32. Benazet-Rennen, Gr. III, T: A. Wöhler
  • Royal Dubai (Gestüt Fährhof), Preis der Winterkönigin, Gr. III. T.: A. Wöhler


2002

  • Kimbajar (Frau R. Grünewald), 1. Schwarzgold-Rennen, LR, T: A. Wöhler
  • Lüttje Lage (Dr. J. Buhmann), 1. Premio E.B. F. Terme di Merano, LR, T.: A. Wöhler
  • Portella (S. Herzig) 1. Henkel-Rennen - 82. 1000 Guineas, Gr. II, T.: A. Löwe


2001

  • Diamante (Gestüt Fährhof), 1. BMW Sachsen Preis, LR, T: A. Wöhler
  • Zaza Top (Gestüt Fährhof) Grosser Hoppegartener Stutenpeis der Dreijährigen, LR, T: A. Wöhler

 

Eddie Pedroza im Porträt: "Simonas ist meine Nummer Eins"

von  Karina Strübbe

Quelle: Turf-Times vom 22.03.2012

Erwartet man südamerikanische Pünktlichkeit, ist man unweigerlich überrascht. Bereits einige Minuten vor der vereinbarten Uhrzeit trifft Eddie Pedroza am Alex in der Gütersloher Innenstadt ein. Es ist Montag, fast schon traditionell sein freier Tag, ein Interview ist trotzdem – oder gerade deswegen – dran. Auch in anderer Beziehung hat sich der gebürtige Panamese mittlerweile gut eingelebt. Deshalb entfallen die üblichen Fragen nach dem deutschen Wetter und dem Umgang damit. Ohnehin liegt der Frühling in der Luft ...

Eddie Pedroza beim Turf-Times Interview. Foto Karina StrübbeEddie Pedroza beim Turf-Times Interview. Foto Karina StrübbeDie Vorfreude, fast schon Ungeduld, auf die neue Saison ist ihm deutlich anzumerken. Jetzt, wo der Start zur Grasbahnsaison nur noch eine Sache von Tagen ist, steigt natürlich auch allenthalben die Spannung. „Ich freue mich immer, wenn die Saison anfängt, auf die hoffnungsvollen Pferde, die Dreijährigen und Zweijährigen. Darauf, die Kräfte auch mit den anderen zu messen und zu gucken, wie gut die sind. Und das freut mich, wenn ich weiß, dass man gegen gute Pferde läuft. Zum Beispiel hat Peter Schiergen einen im Rennen,  Waldemar Hickst oder  Uwe Ostmann, um nur ein paar zu nennen. Man weiß, dass deren Pferde auch gut vorbereitet sind. Man ist immer gespannt, wie weit die sind und wie viel sie geben.“ Dazu kommt natürlich die spannende Frage, wie gut der eigene Nachwuchs ist.  Kolonel,  Novellist, Andolini,  Raipur sind Pferde, auf die Eddie Pedroza in diesem Jahr hofft. „Dann sind da noch einige dunkle Pferde.“ Trotzdem steht die Gesundheit für Pferd und Reiter an erster Stelle.

Schon auf der Zielgerade von Simonas großer Rennkarriere: Der Sieg in Bad Doberan. www.galoppfoto.deSchon auf der Zielgerade von Simonas großer Rennkarriere: Der Sieg in Bad Doberan. www.galoppfoto.deEin richtiges Lieblingspferd unter den aktiven Galoppern im heimischen Stall hat Eddie Pedroza aber nicht. Seine „Nummer Eins“ steht auf der Wiese und genießt die wohlverdiente Rente,  Simonas. Gleich zweimal während des Interviews landet das Gespräch bei Simonas. Dass er einen besonderen Platz einnimmt, ist mehr als deutlich zu spüren, die Siege mit ihm seien immer etwas ganz Besonderes gewesen. „Ich kann mich noch erinnern, wo wir in Baden-Baden gewonnen haben, da war er schon in höherem Alter. Das war die  Baden-Württemberg-Trophy. Da hatten wir alle Tränen in den Augen. Ich kannte Simonas schon als Jährling, ich weiß noch, wie er in den Stall gekommen ist, damals war er noch grau. Jetzt ist er schon sehr weiß. Mit dem war immer jeder Sieg besonders, weil ich auf ihn immer besonders aufgepasst und immer ein Auge drauf geworfen habe. Das war schon toll, dass er – toi, toi, toi – gesund in Rente gehen konnte.“

Eduardo Pedroza und sein Coach Andreas Wöhler im Jockeyraum 2004 in Dresden. www.galoppfoto.deEduardo Pedroza und sein Coach Andreas Wöhler im Jockeyraum 2004 in Dresden. www.galoppfoto.de

Was das Erfolgsrezept für mittlerweile fast 15 Jahre Zusammenarbeit ist mit Trainer Andreas Wöhler ist, würden wir gern wissen. Hier gerät Eddie Pedroza geradezu ins Schwärmen. „Die Kommunikation funktioniert einfach. Natürlich gibt es in jedem Stall mal Unstimmigkeiten, aber wir reden über alles und dann sind wir wieder auf der gleichen Seite. Wenn ich Zweifel habe, frage ich und er erklärt mir das. Das Team an sich funktioniert auch sehr gut. Ich habe den Trainer auch kaum mal schreien hören oder so was. Es gibt natürlich auch Zeiten, wo man schlecht drauf ist, aber wir kommen trotzdem gut klar, als wenn wir seine ganzen Kinder wären. Er redet genauso mit mir wie mit jedem anderem im Stall, jeder mag ihn.“ Da ist es wohl auch kein Wunder, dass Eddie Pedroza keinerlei Veränderungsabsichten hegt. Ihm gefällt es in Gütersloh, offenbar so gut, dass in der Vergangenheit auch schon einmal ein Angebot aus dem Ausland abgelehnt wurde. Geht es nach ihm, kann es also erst einmal so bleiben, wie es ist. Ans Aufhören verschwendet Eddie Pedroza jedenfalls noch keinen Gedanken. „So lange man sich wohlfühlt, kann man noch reiten. Ich habe mir kein Ziel gesetzt, wann ich aufhören will. So lange ich Spaß habe und der Erfolg da ist, will ich noch reiten.“

Denkerpose: Eddie Pedroza 2011 in Düsseldorf. Foto Karina StrübbeDenkerpose: Eddie Pedroza 2011 in Düsseldorf. Foto Karina StrübbeAußerdem hat Eddie Pedroza auch noch so einige Ziele. Nach vier Jahren endete 2011 das scheinbare Dauerabo aufs Jockeychampionat. Die Nase voll davon hat er trotzdem längst noch nicht. „Das wird auch ein Ziel sein. Letztes Jahr hat das ja nicht geklappt mit Reitverbot und Auslandreisen. Aber ich habe mich auch für  Filip, genau wie auch für den  Alex, gefreut, die haben sich einen harten Kampf geliefert und das war schon gut. Dieses Jahr ist das wieder ein Thema für mich. Gerade wenn man auf Kurs ist, will man auch ein bisschen mehr. Ich versuche das ein bisschen früher zu erledigen als Silvester.“ Eduardo Pedroza mit den Jockey-Kollegen Filip Minarik (l.) und Alexander Pietsch (r.). www.galoppfoto.deEduardo Pedroza mit den Jockey-Kollegen Filip Minarik (l.) und Alexander Pietsch (r.). www.galoppfoto.deNeben der Rückeroberung des Championats hat Eddie Pedroza aber auch noch ein bestimmtes Rennen im Blick, das Deutsche Derby. Nach zwei dritten und einem zweiten Platz in den Jahren 2009 bis 2011 ist das doch jetzt mal dran? "Die Aussichten werden immer besser", lacht er. „Das ist ein Rennen hier in Deutschland, das ich wirklich gern mal gewinnen würde.“ Er habe sich im letzten Jahr, als er mit Earl Of Tinsdal Zweiter hinter dem Stallgefährten  Waldpark wurde, übrigens nicht geärgert. „Jeder Mensch in Deutschland hat gedacht, dass ich mich geärgert habe. Aber da gibt es andere Sachen, die schlimmer sind. Ich habe mich echt gefreut. Mein Kollege  Jozef arbeitet auch sehr viel und hat das auch verdient. Für meinen Trainer habe ich mich auch gefreut. Da waren so viele Dinge, dass ich keinen Grund hatte, mich zu ärgern. Wenn ich zum Beispiel Zehnter gewesen wäre, hätte ich mir natürlich die Haare ausgerissen und dann hätte ich auch gesagt, dass ich den Falschen geritten habe, aber wenn man in so einem Rennen Zweiter ist, ist einem kein Zacken aus der Krone gefallen.“ Eddie Pedroza sagt das so, dass man es ihm auch glaubt.

Ansonsten ist da noch eine offene Rechnung mit dem Zukunftsrennen, ebenfalls ein Rennen, das noch auf der To-do-Liste von Eddie Pedroza steht. Nach der Disqualifikation mit Nice Danon vor anderthalb Jahren und „bestimmt sechs bis sieben zweiten Plätzen“ sei das einfach mal dran. „Da wäre es echt mal schön für die ganze Mannschaft, wenn das mal klappen würde, damit man das endlich mal abhaken kann.“

Fragenbogen: Eduardo Pedroza
Geboren:30. Juli 1974 in Panama
Stall:1. Stalljockey bei Andreas Wöhler

Jockey seit:

„Ich reite seit meinem 16. Lebensjahr. 1989 habe ich mit der Lehre angefangen und zwei Jahre später im Dezember 1991 konnte ich das erste Mal auf der Bahn reiten.“

Webseite (neu)

www.eduardo-pedroza.de
Wie ist das denn überhaupt in Panama geregelt? Darf man da z. B. auch schon mit 15 Jahren reiten?„Nein, das geht nicht, man muss eine Ausbildung gemacht haben, dafür muss man 16 Jahre alt sein. Die Lehre dauert zwei Jahre, das ist ein reiner Lehrgang und dann entscheiden die Ausbilder, ob man fähig ist, auf die Bahn zu gehen. Man muss immer seine Qualitäten zeigen, denn man wird in Gruppen aufgeteilt, die Besseren usw., damit die anderen sich ein bisschen bemühen. Am Ende der Lehre wird dann entschieden, wer reiten kann.“
Wie groß ist der Rennsport in Panama?„Der Rennsport ist sehr, sehr bekannt in Panama, so ähnlich wie Fußball. Die Leute erkennen einen auf der Straße und man verfolgt das sehr viel.“
Was ist Ihr niedrigstes Reitgewicht und was müssen Sie dafür tun?„Mein ‚Ackergewicht‘ sind 54 Kilo, das ist für mich aber ein bisschen schwierig, da muss ich sehr viel Sport treiben. Naja, das ist nicht ganz so ideal, die Laune wird dann auch ganz anders. Ich versuche, mich mit 55 Kilo über Wasser zu halten. Wenn etwas Wichtiges ist oder wenn ich mich sehr gut fühle, dann geht auch mal ein Kilo mehr.“
Können Sie sich noch an den ersten Sieg erinnern?„In Deutschland war das im November 1995 mit Celestial Knight von  Stefan Wegner, Stall Scholz + Friends. In Panama war das mit Summerwind.“
Was sind Ihre größten Erfolge als Jockey?Mit Paolini - hier als Sieger im Dubai Duty Free in Nad Al Sheba - landete Eduardo Pedroza seine größten internationalen Erfolge: www.galoppfoto.deMit Paolini - hier als Sieger im Dubai Duty Free in Nad Al Sheba - landete Eduardo Pedroza seine größten internationalen Erfolge: www.galoppfoto.de„Mein großes Ziel ist es immer, so unter die Top Fünf zu reiten und ansonsten jeder Sieg, man freut sich immer. Ich kenne keinen Kollegen, der sagt, er freut sich nur, wenn er Grupperennen gewinnt. Jeder Sieg ist wichtig und man freut sich. Natürlich gibt es besondere Siege, wo man sich denkt: Das war richtig toll! Ich könnte  Paolini in Dubai (Dubai Duty Free) nennen, das war mein größter Erfolg und ein besonderes Erlebnis für mich. Das war auch das erste Mal, dass ich in Dubai geritten bin, das war klasse.“
Anzahl Siege:„Oh, das weiß ich nicht so genau, ich denke mal, es sind so um die 1.200.“
Gibt es einen Moment/einen Ritt, über den Sie sich sehr über sich selbst geärgert haben?„Ich mache mir immer noch Vorwürfe für den Ritt mit  Scalo in Köln. Ich habe versucht, ihn in eine Lücke zu platzieren, die nicht so richtig da war. Ich dachte halt, dass er da reinpassen würde, aber damals fehlte ihm auch noch ein bisschen die Erfahrung und es wurde etwas sehr eng. Ich habe das Pferd fast zum Fallen gebracht und das habe ich mir bis jetzt noch nicht so ganz verziehen.“
Kann man nach einem schlechten Renntag schnell abschalten oder ärgert man sich noch lange?„Ich bin der Typ, der sich ziemlich ärgert. Ich ärgere mich auch sehr lange. Auch wenn es dann wieder besser läuft, es bleibt immer noch drin. Aber das bringt mich dann auch weiter. Beim nächsten Mal, versuche ich es dann, anders zu machen und versuche, diese Fehler nicht noch einmal zu machen.“
Was zeichnet Sie als Jockey aus?Die Damenwelt ist entzückt - auch die vierbeinige wie Global Magic. www.rennstall-woehler.deDie Damenwelt ist entzückt - auch die vierbeinige wie Global Magic. www.rennstall-woehler.de„Ich denke, dass ich mit vielen Sachen gut zurechtkomme, auch mit Druck. Ich versuche, das nicht an mich heran zu lassen. Natürlich macht man sich über viele Sachen Gedanken vorm Rennen, wie das ausgehen könnte oder was man besser machen könnte. Aber ich würde sagen, dass mich die Ruhe, die ich habe, oder die ich ausstrahle, auszeichnet. Manche sagen auch, dass ich ein gutes Händchen für die Pferde habe. Wenn man so die Karriere betrachtet, macht natürlich jeder Fehler, aber ich würde sagen, ich gehöre zu denen, die sehr wenige Fehler machen. Ich versuche, die richtigen Entscheidungen zu treffen und das klappt schon ganz gut.“
Wie sind Sie an den Rennsport gekommen?„Das lag in der Familie. Meine zwei Cousins waren beide Jockeys, einer ist es auch noch und mein Bruder ist auch Jockey gewesen. Und dadurch bin ich als kleiner Junge immer mit meinem Vater an der Rennbahn gewesen und dann bin ich an der ganzen Sache hängen geblieben.“
Wie sind Sie dann nach Deutschland gekommen?„Das war ein Besuch bei meinem Onkel, der in Bremen lebt. Er hat mich eingeladen, mir den Rennsport hier anzuschauen. Das sind zwei verschiedene Welten, da in Amerika und hier, das ganze System und wie alles funktioniert und abläuft. Ich dachte mir dann schon, okay, wenn ich so ein Angebot habe, kann ich mir das ja mal anschauen. Erfahrungen sammeln ist immer gut. Und dann hat es mir immer besser gefallen, mit den Leuten bin ich von Anfang an gut zurechtgekommen. Also habe ich mich entschieden, ein Jahr zu bleiben und dann wurde es immer ein bisschen länger und jetzt sind es schon 16, 17 Jahre.“
Wer hat Sie im Rennsport gefördert?„Mein Vater, mein Bruder und meine ganze Familie hat mich am Anfang sehr unterstützt. Und wo ich dann in Deutschland war, hat mir Herr Wegner sehr geholfen, was mich sehr viel weitergebracht hat. Und danach ging es dann mit meinem Chef Andreas Wöhler weiter. Der fordert mich immer noch, er fordert uns immer neu und versucht, uns was Neues beizubringen. Und wenn wir Zweifel haben, fragen wir ihn und bekommen immer eine ehrliche, gute Antwort.“

Haben Sie noch Vorbilder?

„Doch, sicher. Ich beobachte sehr viel und ein paar habe ich mir ausgesucht, die viel Leistung gebracht haben. Lester Piggott war ein sehr guter Jockey oder die Leistungen von  Hein Bollow. Von den aktuellen Jockeys ist  Lanfranco Dettori sehr gut oder  Olivier Peslier, seine Taktik und die Ruhe, die er ausstrahlt. Wenn die reiten, muss ich mir das alles anschauen. Die großen Rennen gucke ich mir an, alle Ritte kann man nicht sehen, aber große Rennen, große Pferde sind schon interessant, gerade was Taktik angeht.“
Worin liegt für Sie der Reiz Ihres Berufes?„Ganz ehrlich, man muss das leben, lieben. Es geht sehr viel Freizeit dabei drauf, gerade auch am Wochenende, wo die anderen am Feiern sind. Man muss immer ein bisschen aufpassen, weil Rennen sind, da kann man nicht überall mitmachen. Wie gesagt, das muss von Innen kommen. Ich mache das gerne.“
Welches ist/war das beste Pferd, das Sie geritten haben?„Ich habe viele gute oder ordentliche Pferde geritten. Zwei große Pferde waren  Sabiango und Paolini. Wobei ich bei Sabiango die Meinung hatte, dass er das etwas bessere Pferd wäre, wenn er gesundheitsmäßig weniger Probleme gehabt hätte. Er war ein Pferd, das immer weiter gegangen wäre. Dann war da noch  Mi Emma, das war auch eine besondere Stute, die war so eine Rennmaschine.“
Haben Sie ein Lieblingspferd? Welches und warum?Eduardo Pedroza und sein Liebling Simonas, der in Ravensberg ein munteres Rentnerleben führen. www.rennstall-woehler.deEduardo Pedroza und sein Liebling Simonas, der in Ravensberg ein munteres Rentnerleben führen. www.rennstall-woehler.de„ Simonas wieder einmal. Um die anderen kümmere ich mich nicht mehr so extrem, weil man jeden Tag andere reitet und dafür sind es dann viel zu viele Pferde. Natürlich findet man den einen oder anderen nett, aber Simonas war die Nummer Eins und das wird auch so bleiben.“
Welches Pferd (früher, international) hätten Sie gern einmal geritten?„Mein Pferd war immer  Dalakhani. Den habe ich immer beobachtet, jedes Laufen. Welche Pferde kann man noch nennen? Pferde, wo man den Wunsch hat, einmal draufzukommen.  Soldier Hollow war auch ein Pferd, das mir gut gefallen hat. Der strahlte auch eine unheimliche Ruhe aus. Da hab ich auch gesagt, irgendwann muss ich den mal reiten. Leider hat das nie geklappt. Kann man nicht ändern.“
Welche ist Ihre Lieblingsbahn und warum?„Ich reite sehr gerne in Bremen und Berlin. Ich reite auch gern in Baden-Baden, obwohl ich da immer sehr viel Pech habe, da bin ich am öftesten runtergefallen. Aber die Rennbahn an sich mag ich auch sehr gerne. In Bremen habe ich natürlich lange gearbeitet, die Rennbahn kannte ich quasi mit Augen zu.“
Auf welcher Bahn (international) würden Sie gerne einmal einen Ritt haben?„In Amerika. Ich war mal in Kentucky, aber leider ist  Lauro damals nicht zum Start gekommen. Aber Santa Anita oder so wäre mal schön.“
Was gefällt Ihnen gut am deutschen Rennsport, vielleicht auch im Vergleich zu Panama?„Die Organisation, die es gibt, obwohl der Rennsport ja in der Krise steckt und man sich ein bisschen  Gedanken machen muss, ihn wieder nach vorn zu treiben. Als ich nach Deutschland kam, war das für mich etwas Neues. Es hat mir gefallen, auch, wie die Rennen gelaufen werden. In Panama ist nur Sandbahn, die Rennen werden sehr schnell gelaufen, man hat nicht viel Zeit zu überlegen und man hat keine wirkliche Verbindung zu den Pferden. Hier arbeitet man morgens mit den Pferden, man kennt die Pferde, die man reitet.“
Was würden Sie als erstes verbessern im deutschen Galopprennsport?„Es sind viele Sachen, über die man sich auch Gedanken machen sollte. Erst einmal muss es in den kleineren Rennen höhere Rennpreise geben, damit sich auch die Leute mit einem normalen Einkommen ein Pferd leisten können. Wenn man mal schaut, wir haben im Ausgleich IV sehr viele Pferde laufen, Gruppepferde dagegen wenig. Da muss man den Blick auch mal nach unten richten und die Kleinen unterstützen, denn das ist die Basis des Rennsports. Ich weiß, dass das alles schwierig ist, aber einen Versuch wäre das schon wert.“
Was ist Ihr Lieblingsessen und wie oft können Sie sich das genehmigen?„Ich esse leider nicht immer gerne, aber Reis mag ich doch. Gekochte Bananen sind meine Nummer Eins. Wenn ich Montag oder Dienstag Zeit habe, koche ich auch immer selber. Reis und Bananen sind nicht unbedingt das optimale Essen, aber ich esse das trotzdem, dann muss ich mich halt mit mehr Sport bestrafen. Kleine Sünden.“
Jetzt beginnt die Grasbahnsaison. Kann man sagen, dass der erste Teil der Saison der spannendste ist?„Ja. Ja. Da sieht man, wie die Pferde überwintert haben. Es gibt viele Pferde, bei denen man große Hoffnungen hat, man sagt immer, der ist gut, der ist gut usw. Und natürlich kann man im Stall immer viel sagen, aber dann zeigt sich, ob man gegen die anderen Pferde bestehen kann. Deswegen ist das schon die spannendste Zeit. Später weiß man dann mehr oder weniger Bescheid, wer was kann, welches Pferd ehrlich ist, wer ein Blender ist oder wie es mit den Pferden weiter geht. Jetzt am Anfang ist es immer so, dass man im Training auch guckt, wer kann schon laufen? Der da, und ist der gut genug, oder nee, noch nicht... Man hört auch sehr viel von den anderen, die haben ja auch gute Pferde.“
Was ist Ihr liebstes Urlaubsziel?„Ich fliege meistens nach Panama, weil es da am schönsten ist, dort ist meine Familie und da kann ich mich auch richtig entspannen. Ich kenne da jede Ecke, meine Freunde sind auch da. Ich versuche, alle zwei Jahre hinzufahren.“
Haben Sie nicht pferdische Hobbys?„Ja, Fußball spiele ich gerne. Leider ist da sehr wenig Zeit für. Und schwimmen tue ich auch gern. Ab und zu. Sonst eben Fußball.“
Ist dann einmal die Woche Training oder wie läuft das?„Nee, ich muss ganz ehrlich sagen, seit anderthalb Jahren habe ich kein Fußball mehr gespielt. Letztens habe ich mir meine Fußballschuhe angeschaut und mir gedacht, dass es Zeit wird, das mal wieder anzugehen. Aber da ist leider auch zu wenig Zeit für. Und dann ist da ja auch noch das Risiko, wenn man danach reiten muss. Wenn ich mir da irgendwelche Verletzungen hole, würde mich der Trainer umbringen.“

Wie sieht ein freier Tag aus?

„Genauso wie jetzt. Ich stehe auf, versuche, Papierkram zu machen, Rechnungen usw. und sonst ein entspannter Tag. Zuhause was machen oder im Garten. Ich versuche mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, dass ich vom Alltag ein bisschen weg bin. Abends ein bisschen gemütlich machen und dann war es das schon.“
Was machen Sie im Garten, Blumen pflanzen?„Nein, Blumen pflanzen tue ich nicht, damit beschäftigt sich meine Freundin. Ich sage immer, ich bin der Beobachter. Ich beobachte, was sich tut und das ist in Ordnung. Wenn sie ein bisschen Hilfe braucht, mache ich das schon, Rasen mähen oder so was übernehme ich dann. Aber sonst, Blumen aussuchen macht sie selber.“
Haben Sie einen Aberglauben?„Ich glaube schon, bin aber kein Fanatiker. Ich glaube viel an das, was ich sehe. Einen Aberglauben habe ich nicht. Andere schon. Ich habe mal einen Kollegen in Japan gesehen, den  Mirco Demuro. Das war jetzt im Dezember, wo ich in Japan war, das war schon sehr lustig. Der hatte zwei Pferde geritten und nichts gewonnen. Dann hat er sich ganz ausgezogen. Ich hab ihn gefragt, was er da macht, die Klamotten waren doch noch sauber. ‚Ja‘, hat er gesagt, ‚ich habe mit diesen Klamotten noch kein Rennen gewonnen.‘ Also hat er alles ausgezogen, Stiefel und so, alles weg, neue Klamotten an und hat dann das Grupperennen gewonnen. Und dann kam er zu mir und hat gesagt: ‚Siehst du, geht doch.‘ Das war lustig, aber in solchen Dingen ist jeder anders.“

Was können Sie sich vorstellen, nach der Jockeykarriere zu machen?

„Da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wenn ich mit solchen Gedanken anfange mich zu beschäftigen, sieht das sofort immer so traurig aus. Ich würde sagen, ich möchte das etwas spontan machen. Wenn ich mich damit schon vorher beschäftige, wird der Abschied noch schwieriger. Momentan konzentriere ich mich einfach aufs Pferde reiten.“
Sie reiten gefühlt immer und überall. Ist das nicht ziemlich anstrengend?„Das ist viel Kopfsache. Das kommt auch von innen, man muss das gerne machen. Natürlich gibt es Tage, wo man aufsteht und denkt: Muss ich dahin? Aber das habe ich mir ausgesucht, es hat mir keiner gesagt, dass ich das machen muss. Außerdem gibt es ja nach dem Renntag wieder Ruhe und dann passt das schon.“
Wo kommt eigentlich auf einmal der zweite Vorname Guillermo im Rennprogramm her?„Ich weiß es selber nicht. Mein Kollege Filip Minarik hat mich angerufen und gefragt wer das ist. Ob das mein Bruder wäre oder so. Ich weiß auch nicht, wie das gekommen ist.“

Die gesammelten Porträts finden Sie im Portal von www.turf-times.de: click here!

Von

Datum Titel
20.05.2012 Baden-Baden, 1. R., das neue welle Auftaktrennen - SILBERHANDICAP, Kat. E/Agl. IV, 2.200 m
Dome Rocket (GB) 2006, 8. Platz
Besitzer: Werner Möller u. Annemie Wellhausen, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Piet van Kempen
20.05.2012 Baden-Baden, 2. R., Richard Kaselowsky Memorial (Badener Jugend-Preis), Kat. D, 1.200 m
La Best (FR) 2010, 5. Platz, Gewinn: 500 €
Besitzer: Rennstall EIVISSA GmbH, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Michael Figge
20.05.2012 Baden-Baden, 3. R., Preis der Gemeinde Iffezheim, Kat. D, 2.200 m
Power Zar (GER) 2009, 4. Platz, Gewinn: 350 €
Besitzer: Rennstall Darboven , Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Hans-Jürgen Gröschel
20.05.2012 Baden-Baden, 4. R., Badener Roulette Preis - SILBERHANDICAP - Wettchance des Jahres, Kat.D/Agl. III, 2.000 m
Fly Osoria (GER) 2007, 17. Platz
Besitzer: Stall 5-Stars, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Viele Starter, viele Chancen - keine einfache Sache für Fly Osoria.
Nachschau Trainer: Das war kein Rennen für die Stute.
20.05.2012 Baden-Baden, 5. R., Mercedes-Benz-Sprintpreis, Listenrennen, 1.200 m
Birthday Lion (GER) 2005, 5. Platz
Besitzer: Stall Tondose, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Uwe Stoltefuß
20.05.2012 Baden-Baden, 6. R., Grosser Preis der Badischen Unternehmer - Rennen mit der Superdreierwette, Gruppe II, 2.200 m
Russian Tango (GER) 2007, 5. Platz, Gewinn: 2.500 €
Besitzer: Rennstall Darboven , Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Müsste dieses Mal schon den nächsten Gang finden, die Gegnerin Danedream ist aber natürlich eigentlich nicht zu schlagen.
Nachschau Trainer: Der Hengst ist auf 2000m besser aufgehoben aber man kann sich die Rennen leider nicht immer so backen, dass alles paßt.
20.05.2012 Baden-Baden, 7. R., United Charity Preis - SILBERHANDICAP, Kat. E/Agl. IV, 1.800 m
Aspantau (IRE) 2008, 7. Platz, Gewinn: 200 €
Besitzer: Christian Freiherr von der Recke, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Christian Freiherr von der Recke
20.05.2012 Baden-Baden, 8. R., Heinz Jentzsch Gedächtnisrennen - SILBERHANDICAP, Kat. B/Agl. I, 1.800 m
Ever Strong (GER) 2008, 5. Platz, Gewinn: 500 €
Besitzer: Manuela Sohl, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Ein ehrgeiziger Kerl, der immer sein Bestes gibt.
Nachschau Trainer: Heute hat es für ihn einfach nicht gepasst aber das nimmt ihm keiner übel.
19.05.2012 Baden-Baden, 2. R., das neue welle Auftaktrennen, Kat. D, 1.600 m
Cabanello (IRE) 2009, 2. Platz, Gewinn: 1.450 €
Besitzer: WH Sport International, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Ein Pferd für die Dreierwette.
Nachschau Trainer: Der zweite Platz war ein guter Ansatz.
19.05.2012 Baden-Baden, 3. R., German Racing - Next Generation Cup, Kat. E, 2.000 m
Araldo (GB) 2008, 1. Platz, Gewinn: 3.000 €
Besitzer: Gestüt Ittlingen, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Paul Harley
19.05.2012 Baden-Baden, 4. R., Grand Prix des Oldtimer Meetings Baden-Baden - SILBERHANDICAP, Kat.D/Agl. III, 1.600 m
Tadhkeer (GB) 2007, 8. Platz
Besitzer: Clover Stables, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Christian Johannes Maria Wolters
19.05.2012 Baden-Baden, 5. R., Iffezheimer Derby-Trial, Listenrennen, 2.200 m
Andolini (GER) 2009, 2. Platz, Gewinn: 6.000 €
Besitzer: Thomas Gehrig , Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Der Hengst sollte auch den höheren Gang finden können, insgesamt aber ein offenes Rennen.
Nachschau Trainer: Den höheren Gang hat er gefunden aber gegen den Sieger hat es noch nicht gereicht.
19.05.2012 Baden-Baden, 6. R., Preis des Parkwache Fuchs GmbH - SILBERHANDICAP - Wettchance des Tages, Kat. F/Agl. IV, 2.000 m
Kiss the Sky (GER) 2007, 2. Platz, Gewinn: 1.450 €
Besitzer: Matthias Schwinn, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Matthias Schwinn
19.05.2012 Baden-Baden, 7. R., Danedream Iffezheimer Diana-Trial - Rennen mit der Superdreierwette, Listenrennen, 1.800 m
Fashion (GER) 2009, 2. Platz, Gewinn: 5.000 €
Besitzer: Gestüt Ittlingen, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Andreas Wöhler
Vorschau Trainer: Ohne so einen Zwischenfall wie letztes Jahr auf gleicher Bahn - die Stute stand auf der Gegenseite fast quer - könnte es für die erste Blacktype-Platzierung reichen.
Nachschau Trainer: Super gelaufen und das erste Klassenziel ist erreicht.
19.05.2012 Baden-Baden, 8. R., Rennbahn Iffezheim - Ihre Event Location Cup - SILBERHANDICAP, Kat. C/Agl. II, 1.400 m
Carlos Moheba (GER) 2006, 6. Platz, Gewinn: 300 €
Besitzer: Stall Baden-Pfalz, Jockey: Eduardo Pedroza, Trainer: Rudolf Storp
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Siehe auch

Gestüt Ravensbergs Waldpark gewinnt das Derby (TT-Artikel)

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